- In der Vergangenheit
wurden landwirtschaftliche Biogasanlagen
ausschließlich mit hofeigenen Abfällen betrieben.
Diese Technologie setzte sich nur bedingt durch. Gründe
hierfür liegen einerseits im begrenzten Angebot an betriebssicheren
und erprobten Anlagen sowie schlechten Erfahrungen mit Billiglösungen,
andererseits in den bis dato geringen Erlösen aus der Stromeinspeisung
in das öffentliche Netz. Außerdem fehlte eine ausreichende
Bewertung der Düngewirkung, der Bodenverbesserung,
des
Gewässerschutzes sowie der Vermeidung gasförmiger Emissionen
in der betriebswirtschaftlichen Kalkulation.
- Fast alle dieser Faktoren haben
innerhalb der letzten Jahre eine drastische Umbewertung erfahren
und gerade die ökologischen
Vorteile der Biogastechnologie
können heute für viele Groß- und Mittelbetriebe
existentielle Bedeutung erlangen:
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- Weiterhin sich der hat der Einsatz
von Cosubstraten für den Betreiber einer landwirtschaftlichen
Biogasanlage erhebliche wirtschaftliche Vorteile, da es zu einer Steigerung des mengenspezifischen
Gasertrages und zusätzliche Einnahmen durch die Übernahme
von organischen Abfälle (Gebühren) kommt.
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- Die Cofermentation
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- Zusätzlich hat sich die
Cofermentation, das heißt die gemeinsame Vergärung
von Gülle mit biogenen Abfällen oder Rohstoffen, etablieren
können.
- Die Cosubstrate können
dabei einzeln oder auch als Gemisch eingesetzt werden. Zu den
biogenen Abfälle zählen organische Abfälle aus
Haushalten, Gastrononie und Lebensmittelindustrie wie Speisefette
aus Fettabscheidern, aufbereitete Speisereste, Schlachthausabfälle,
Wein- und Biertrester usw. Durch geeignete Aufbereitungssysteme
werden seuchenhygienische und andere abfallgetzliche Anforderungen
eingehalten.
- Außerdem können auch
pflanzliche landwirtschaftliche Rohstoffe (Ölfrüchte
und andere vergärbare Biomasse) der Gülle beigegeben
und zur Erhöhung der Biogasproduktion genutzt werden.
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- Die "Düngerfabrik"
Eine Biogasanlage dient auch der Rückgewinnung wertvoller
Pflanzennährstoffe aus Gülle und Fließmist in
pflanzen- und umweltverträglicher Form und der "Produktion"
wertvoller Bodenverbesserungsmittel.
Gut vergorene Biogasgülle kann ganzjährig, auch auf
wachsende Bestände, ohne Gefahr von Verätzungen ausgebracht
werden.
- Da der gesamte Stickstoff aufgrund
des anaeroben Prozesses als Ammonium vorliegt ist bei der Ausbringung
die Gefahr von Auswaschung und Eintrag in das Grundwasser minimiert.
Außerdem werden Stickstoffverluste in Form von Ammoniak
und damit Geruchsbelästigungen vermieden.
Durch den biologischen Aufschluß im Reaktor werden die
organisch gebundenen Nährstoffe weitgehend mineralisiert,
d.h. in pflanzenverfügbare Formen überführt. Aus
dem organischen Dünger "Gülle" wird ein "flüssiger
Volldünger" mit Spurenelementen und Wuchsstoffen.
Dabei wird der Gülle lediglich Kohlenstoff, Wasserstoff
(CH4) und geringe Mengen an Sauerstoff entzogen (CO2).
So werden im Reaktor 80 - 90% der abbaubaren organischen Substanz
umgesetzt und die darin enthaltenen Nährstoffe in wasserlösliche
Formen überführt. Die Pflanzennährstoffe verbleiben
vollständig im Substrat und können nunmehr entsprechend
dem Pflanzenwachstum ausgebracht werden, wodurch sich der Ausnutzungsgrad
deutlich erhöht und zusätzlicher kostenintensiver mineralischer
Dünger substituiert werden kann.
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- Der Biogasreaktor

Biogasproduktion ist eine komplexe
Technologie, da unter Berücksichtigung baulicher und hydraulischer
Anforderungen biologische Abläufe optimiert werden müssen.
Perfekte Thermostatisierung, ständige Durchmischung, Homogenisierung,
Zerkleinerung und Impfung des Substrates sind wesentliche Voraussetzungen.
Der Reaktor nach dem System der hydraulischer Durchmischung durch Biogasdruck
erfüllt alle diese Funktionen. Ohne den Einbau beweglicher
Teile und ohne Zufuhr von Energie wird eine optimale Substratführung
und Durchmischung erreicht.
- Dieses Konstruktionsprinzip
nach System AAT garantiert zuverlässige Funktion bei langer
Lebensdauer und praktisch wartungsfreiem Betrieb.
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- Das Kraftwerk
Das Biogas ein hochwertiger, regenerativer Energieträger enthält ca. 65 - 70% Methan. Dies entspricht
einem Energiegehalt von 5,5 bis 6,5 kWh/m³. Bei der Verbrennung
in Blockheizkraftwerken
wird, die im Methangas enthaltene Energie in elektrischen Strom
und Heißwasser umgesetzt. Die Abgase setzen sich im wesentlichen
aus CO2 und Wasser zusammen (Katalysatorbetrieb). Das
freiwerdende CO2 stammt aus der Photosynthese der Pflanzen.
Es wurde bei der pflanzlichen Biomasseproduktion der Luft entzogen
und wird bei Verbrennung des Biogases wieder freigesetzt. Die
CO2 - Bilanz ist somit ausgeglichen - Energiegewinnung aus Biogas leistet
keinen Beitrag zum vieldiskutierten "Treibhauseffekt".
Das im BHKW erzeugte Warmwasser wird hauptsächlich als Heizenergie
im Landwirtschaftsbetrieb genutzt. Ein geringer Teil dient der
Biogasreaktorheizung. In den Sommermonaten wird die thermische
Energie über Notkühler an die Außenluft abgegeben.
Bei Bedarf an Kälteenergie (z.B. für Milchkühlung,
Stallklimatisierung) kann die thermische Energie durch den Einsatz
einer Adsorptionskältemaschine
ganzjährig genutzt werden.
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- Die Konzipierung einer Biogasanlage
und ggf. Intergration in einen bestehenden landwirtschaftlichen
Betrieb erfordert in jedem Fall eine individuelle Auslegung und Ausführung, um den betrieblichen und baulichen
Gegebenheiten entsprechen und wirtschaftliche Faktoren optimieren
zu können .
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